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JES-Projekt

Bild Jugendhilfestation

JES an der Maximinschule Bitburg.

Mit Schuljahresbeginn 2011/2012 startete JES (Jugendhilfe-Eltern-Schule) - finanziert über das Jugendamt Bitburg - als Projekt an der Maximin-Schule Bitburg. Bei der Partnerschaft zwischen Jugendhilfe, Eltern und Schule geht es um die Integration von erzieherischen Hilfen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz - KJHG - (vgl. §§ 29-32 SGB VIII) als Einzelfallhilfe im Lebensumfeld Schule. JES ist damit eine Ergänzung bisheriger ambulanter Hilfen (z.B. Tagesgruppen, Sozialpädagogische Familienhilfen, Erziehungsbeistandschaften). JES wird als Einzelfallhilfe auch in den Schulferien weitergeführt.

Wer im JES-Projekt aufgenommen wird, entscheidet sich durch Absprache zwischen Jugendamt, Eltern und Schule. Das JES ist eine freiwillige Jugendhilfemaßnahme. Die Erziehungsberechtigten stellen einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung (HzE) und das Jugendamt als Kostenträger entscheidet in letzter Konsequenz, ob JES die Hilfe ist, die für den jeweiligen Jugendlichen notwendig und geeignet ist.

Über die konkrete Einzelfallhilfe hinaus bietet JES auch ein präventives und integratives Angebot in der Schule. Wöchentlich, jeweils mittwochs nachmittags, findet in der Maximin-Schule eine Soziale Gruppenarbeit statt. Die Gruppe ist offen für Jugendliche aus dem JES-Projekt, aber auch für andere Schülerinnen und Schüler der Schule. Die Inhalte und Methoden der Gruppe ergeben sich dabei aus den individuellen Themen der Teilnehmer (z.B.: Aufbau und Stärkung der Sozialkompetenz, Erlernen eines adäquaten Umgangs mit Frust oder Aggression, Entwicklung von Selbstvertrauen,...). Die Soziale Gruppenarbeit wird von zwei Fachkräften geplant und durchgeführt. Kandidaten zur Sozialen Gruppenarbeit ergeben sich in der Praxis meist aus dem Schulalltag heraus. Schüler melden sich bei dem JES-Mitarbeiter oder werden von Schulleitung oder Klassenlehrern vorgeschlagen. Vor Aufnahme eines Schülers werden Einzelgespräche mit dem Schüler und mit den Eltern geführt, um eine individuelle Zielvorgabe für die Soziale Gruppenarbeit festzulegen. Die Gruppengröße sollte dabei acht Teilnehmer nicht überschreiten sowie alters- und themenhomogen sein.

Der JES-Mitarbeiter arbeitet eng vernetzt mit der Schulleitung und den entsprechenden Klassenlehren der teilnehmenden JES-Schüler zusammen und hat ebenso regelmäßigen Kontakt zu den Erziehungsberechtigten der Teilnehmer. Ständiger Ansprechpartner für den JES-Mitarbeiter ist der Schulleiter der Maximin-Schule.

Zur Qualitätssicherung nimmt der JES-Mitarbeiter regelmäßig an außerschulischen Supervisionen, Teams und schulischen Konferenzen teil. Er hat eine Zusatzqualifikation als Anti-Gewalt-Trainer.

Träger des JES an der Maximin-Schule ist die Jugendhilfestation Bitburg. Der Stellenanteil beträgt 50%.