Bitburg, Dezember 2017. Die Maximin-Schule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts für ein Spielezimmer eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!

 

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, ZNL Ulm.

 

Die Maximin-Schule hat sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 201 Gewinner in allen 16 Bundesländern.

 

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein Mehr Zeit für Kinder und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum elften Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2017 Zeit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein Mehr Zeit für Kinder zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss. Die kostenlosen Spiele werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) zur Verfügung gestellt.

 

In der Pilotphase im Jahr 2007 haben zunächst 10 hessische Schulen ein solches Spielezimmer gewonnen. Mit den Gewinnern aus diesem Jahr gibt es nun bundesweit über 2.000 spielende Schulen. Fotos von diesen sowie alle aktuellen Infos, die Wettbe­werbs­unter­lagen, Beispielkonzepte und den Ausstattungskatalog gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de.

 

 

Hintergrund:

Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirn­forschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegen­wirken.

 

Die Maximin-Schule bietet die Spiele im Rahmen ihres Maxi-Cafés und in Form von mobilen Spieleschränken an. Das Maxi-Café dient als Kommunikations- und Spielraum für die Schüler der Maximin-Schule. Dort können sie in den Pausen ein kleines Kioskangebot wahrnehmen oder sich zum Spielen und Kommunizieren treffen. Hat sich eine Schulklasse mal eine Belohnung verdient, so wird das Maxi-Café mit den neuen Spielen auch gerne am Vormittag genutzt. Am Nachmittag, im Rahmen der Ganztagsschule, greifen viele Arbeitsgemeinschaften auf das Spieleangebot im Maxi-Café zurück. Durch die Anschaffung von mobilen Spieleschränken lassen sich Spiele auch in den Klassen in vielfacher Form einsetzen. Die Kinder zeigen sich begeistert von den neuen Spielemöglichkeiten